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Immer gut informiert – News, Fortschritte und Events

Unsere News

Von Kooperationen über aktuelle Meldungen aus Wirtschaft und Politik bis hin zu Terminen und Empfehlungen – in unserer Newsrubrik informieren wir Sie über Fortschritte, Neuigkeiten und Allgemeines sowie über Erfolge rund um das ReTraNetz-BB Projekt.

Forschung wird Praxis – Zukunft im Reallabor erleben

Im Projekt ReTraNetz-BB erhalten Studierende am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der Technischen Universität Berlin die Möglichkeit, praxisorientierte Lehr- und Forschungsinhalte unmittelbar zu erleben. Seit Projektbeginn wurden bereits 20 Abschlussarbeiten erfolgreich betreut, vielfach in enger Kooperation mit Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg. Diese Zusammenarbeit ermöglicht die Entwicklung anwendungsnaher Lösungen, die Forschungsergebnisse direkt in industrielle Fragestellungen überführen.

Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf der Transformation der Mobilitäts- und Produktionsindustrie, insbesondere auf Fragen der Nachhaltigkeitspotenziale in Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferbranche. Beispielhafte Ergebnisse einer Abschlussarbeit zeigen dies deutlich:

Moderne Robotererkennungssysteme basieren überwiegend auf kamerabasierten oder bildgestützten Sensorsystemen. In industriellen Umgebungen mit kritischen Bedingungen – etwa schlechten Lichtverhältnissen, reflektierenden Oberflächen oder hoher Staubbelastung – stoßen diese Technologien jedoch an ihre Grenzen.

Eine Arbeit untersuchte daher, wie ein kollaborativer Roboter seine integrierten Kraft-, Drehmoment- und Gelenkpositionssensoren so nutzen kann, dass Objekte ohne visuelle Sensorik identifiziert werden können. Der Roboter führt dabei eine Blindsondierung durch physischen Kontakt durch; eine angeschlossene Verarbeitungseinheit erfasst und analysiert die Sensordaten und nutzt Methoden des maschinellen Lernens zur Objektklassifikation.

Eine weitere Arbeit befasste sich intensiv mit Produktionsprozessen in der regionalen Industrie und untersuchte deren Nachhaltigkeitspotentiale, indem basierend auf zuvor definierten Nachhaltigkeitsgraden die Produktionsprozesse detailliert analysiert und bewertet wurden. Zudem wurden initiale Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsgrads anhand von konkreten Beispielen erarbeitet.

Parallel dazu wird das Reallabor systematisch in die universitäre Lehre eingebunden. Studierende erhalten hier die Möglichkeit, theoretische Inhalte in realen praktisch-technischen Umgebungen umzusetzen und aktiv an der Weiterentwicklung moderner Produktionstechnologien mitzuwirken.

Ein Beispiel stellt die Entwicklung einer Vorrichtung zur Optimierung des Hairpin-Steckprozesses dar. Studierende gewinnen dabei Einblicke in reale industrielle Tätigkeiten und wenden ingenieurwissenschaftliche Methoden zur Lösung konkreter Problemstellungen an. Darüber hinaus erlernen sie den Einsatz der additiven Fertigung, indem sie Vorrichtungen und Bauteile eigenständig konstruieren und mittels 3D-Druck herstellen.

Ein weiteres Beispiel ist die systematische experimentelle Untersuchung der Steifigkeit eines Cobots. Hierbei erwerben Studierende praxisnahe Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung robotischer Messversuche. Sie lernen unter anderem den Umgang mit Messtechnik, die strukturmechanische Analyse von Robotern sowie die Interpretation experimenteller Daten kennen. Durch ihre Mitarbeit leisten sie gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der technologischen Grundlagen für steifigkeitsoptimierte Robotersysteme.

Im Rahmen des ReTraNetz-BB wird das Reallabor gezielt um eine industrienahe Erprobungsumgebung, insbesondere für regionale kleine und mittelständische Unternehmen, erweitert. Die vorhandene Infrastruktur wird hierzu durch flexible Test- und Anwendungsbereiche ergänzt. Ziel ist es, den Zugang zu zentralen Zukunftstechnologien deutlich zu erleichtern und Unternehmen nicht nur exemplarische Prozesse zu demonstrieren, sondern konkrete, unmittelbar nutzbare Anwendungsszenarien bereitzustellen. Ab 2026 wird das Angebot zusätzlich durch kostenlose Workshops zu kollaborativen Robotern (Cobots) sowie additiven Fertigungstechnologien erweitert, um praxisnahe Transferformate für Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie bereitzustellen.

Werfen Sie einen Blick auf unseren Veranstaltungskalender, um aktuelle Formate zu entdecken: Hier

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Qualifizierung im Strukturwandel: Problem-Based Learning für Masterstudierende

Was können Hochschulen tun, um ihre Studierenden auf eine industrielle Praxis vorzubereiten, die geprägt ist von komplexen Herausforderungen wie Digitalisierung oder Kreislaufwirtschaft?

Ein Artikel von Prof. Dr.-Ing. Uwe Kaschka und Prof. Dr. Johannes Kirch von der bbw-Hochschule zeigt, wie Problem-Based Learning (PBL) in internationalen Masterstudiengängen zu diesem Zweck erfolgreich eingesetzt werden kann.

Beim PBL lernen Studierende, in Gruppenarbeiten Aufgabenstellungen aus der Praxis erfolgreich zu bearbeiten. Sie müssen sich ihre Informationen zur Lösung selbst erarbeiten, die Lehrpersonen agieren hier eher als Coaches und Vermittler von Methodenwissen. Ein großer Vorteil dieser didaktischen Lehrform ist, dass auch Soft Skills wie Kreativität, Kommunikationskompetenz oder Problemlösungsfähigkeit gut vermittelt werden können.

Die industriellen Projektpartner sowie die damit verbundenen Aufgabenstellungen kommen aus dem Unternehmenspool des Regionalen Transformationsnetzwerkes der Fahrzeugindustrie Berlin Brandenburg (ReTraNetz-BB). Die Ergebnisse der Studierendenprojekte unterstützen die Unternehmen direkt. Darüber hinaus können sich besonders leistungsstarke Studierende für Praktika oder sogar einen Job-Einstieg bei den Unternehmen empfehlen.

Der vollständige Artikel finden Sie hier: ReTraNetz-BB - Artikel: Problem-Based Learning

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Venture Clienting – Wie Unternehmen durch Start-ups besser werden

Venture Clienting eröffnet Unternehmen neue Wege, Innovationen gezielt zu nutzen und Zugang zu einem weltweiten Pool technologischer Lösungen zu erhalten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen kann dieser Ansatz eine wertvolle Chance sein, um neue Technologien frühzeitig in die Praxis zu bringen.

Im Zuge der Teilnahme am VDA Future Tech Day, einer Veranstaltung des Verbands der Automobilindustrie, wurde das ReTraNetz-BB auf das Thema Venture Clienting aufmerksam. Während des Events stellte der Venture-Clienting-Spezialist Gregor Gimmy das Konzept vor und zeigte auf, dass dieser Ansatz nicht nur für große Konzerne, sondern ebenso für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant sein kann.

Venture Clienting ermöglicht es etablierten Unternehmen, Innovationen junger Start-ups zu nutzen, ohne selbst als Investor aufzutreten. Statt Beteiligungen einzugehen, werden Unternehmen zu Kunden dieser Start-ups und setzen deren Produkte oder Dienstleistungen ein, um eigene Herausforderungen zu lösen oder Prozesse zu optimieren.

Gerade für regionale Unternehmen bietet dieses Modell große Chancen: Sie erhalten nicht nur Zugang zu neuen Technologien, sondern können dabei aus einem weltweiten Pool an Start-ups auswählen und so gezielt die besten Lösungen für ihre Bedürfnisse identifizieren. Das treibt die Transformation voran und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

Wie Venture Clienting funktioniert:

  1. Bedarfsanalyse: Das Unternehmen definiert konkrete Problemstellungen oder technologische Anforderungen.
  2. Start-up-Scouting: Passende Start-ups werden gezielt gesucht – über Netzwerke, Plattformen oder Innovationsprogramme.
  3. Pilotphase: Die vorgeschlagene Lösung wird im Rahmen eines Proof of Concept getestet.
  4. Integration: Bei Erfolg folgt die Umsetzung im Regelbetrieb oder eine vertiefte Kooperation.

Vorteile auf einen Blick:

  • Schneller Zugang zu marktreifen Innovationen
  • Geringeres Risiko im Vergleich zu klassischen Beteiligungen
  • Flexible, praxisnahe Lösungen für konkrete Unternehmensbedarfe
  • Beiderseitiger Nutzen durch Austausch von Wissen, Erfahrung und Feedback

 

Start-ups finden: Plattformen und Veranstaltungen

Für Unternehmen, die Venture Clienting ausprobieren möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, geeignete Start-ups zu entdecken. Online-Plattformen wie StartupBlink, The Hub, Y Cominator oder der Startup Finder des de:hub bieten umfangreiche Datenbanken, mit denen sich Start-ups nach Branche, Entwicklungsstand oder Technologie gezielt filtern lassen.

Ergänzend bieten Berlin Partner und die Startup-Unit regelmäßig Veranstaltungen, Matching-Formate und themenspezifische Innovations-Events an.  Die Unit unterstützen Start-ups und etablierte Unternehmen dabei, unkompliziert miteinander in Kontakt zu kommen und passende Kooperationspartner zu finden.

Jetzt informieren, Möglichkeiten prüfen und den Schritt in neue Kooperationen wagen!

Bei Fragen melden Sie sich auch gerne bei uns.

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ReTraNetz-BB wird 2026 fortgesetzt

Das Regionale Transformationsnetzwerk Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB) wird offiziell bis Dezember 2026 verlängert. Mit neuen Formaten, spannenden Angeboten und noch stärkerem Austausch möchten wir die Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in der Region weiter vorantreiben.

Das Regionale Transformationsnetzwerk Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB) geht offiziell in die nächste Runde: Das Projekt wird bis Dezember 2026 verlängert. Nach der ursprünglichen Laufzeit bis Sommer 2025 und einer ersten kostenneutralen Verlängerung bis Ende 2025, können wir die erfolgreiche Arbeit nun fortsetzen – mit frischen Ideen, neuen Impulsen und einem klaren Ziel: die Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg weiter zu stärken.

In einer Zeit, in der die Industrie vor großen Herausforderungen steht, sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Netzwerke wie das ReTraNetz-BB wichtiger denn je. Sie schaffen Austausch, Orientierung und praxisnahe Unterstützung für Unternehmen, die sich im Wandel der Mobilitätsbranche neu aufstellen.

Für 2026 sind bereits neue Formate und Angebote in Planung – von Fachveranstaltungen und Netzwerkaktionen bis hin zu Messeauftritten und Workshops. Den aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie hier.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Unternehmen der Region mit praxisnaher Unterstützung und Formaten, die Mehrwert schaffen. Unser Ziel ist es, noch mehr Akteure aus der Fahrzeug- und Zulieferindustrie einzubinden, neue Partnerschaften zu schaffen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Seien auch Sie 2026 mit dabei!

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Gemeinsam sichtbar: Wie Gemeinschaftsstände neue Chancen für Unternehmen schaffen

Gemeinschaftsstände auf Fach- und Branchenmessen bieten Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie eine ideale Plattform, um sich national und international zu präsentieren. Sie erleichtern die Organisation, senken Kosten und öffnen Türen zu neuen Kontakten und Märkten.

Die Fahrzeug- und Zulieferindustrie steht mitten im Wandel. Viele Unternehmen suchen nach neuen Wegen, sich breiter aufzustellen, unabhängiger von einzelnen Auftraggebern zu werden und Zugang zu neuen Märkten zu finden.

Eine wirkungsvolle Möglichkeit dazu sind Gemeinschaftsstände auf Fach- und Branchenmessen.
Unternehmen aus Berlin und Brandenburg können sich dort gemeinsam mit anderen Akteuren präsentieren – unter dem Dach der Hauptstadtregion.

Eine aktuelle Übersicht aller gemeinsamen Messeauftritte finden Sie auf dem Außenwirtschaftsportal Berlin-Brandenburg.

Diese Form des Auftritts bietet zahlreiche Vorteile:

  • Einfache Organisation: Die Stände werden zentral organisiert – etwa durch Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, ähnlich wie auch andere Organisationen.
  • Geteilte Kosten: Flächen, Infrastruktur und Services werden gemeinschaftlich genutzt.
  • Hohe Sichtbarkeit: Der gemeinsame Auftritt stärkt die Wahrnehmung der Region als Innovationsstandort.
  • Vernetzung & Marktzugang: Direkter Kontakt zu Kund*innen, Partnern und Entscheidungsträger*innen.

Tipp: Für die Teilnahme gibt es Fördermöglichkeiten, z. B. über die Investitionsbank Berlin (IBB) – wichtig ist, dass der Antrag vor der Anmeldung gestellt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
 

Sie wollen dabei sein? Die nächste Gelegenheit bietet die Intertraffic Amsterdam 2026

Vom 10. bis 13. März 2026 findet in Amsterdam die Intertraffic, die weltweit führende Messe für smarte, sichere und nachhaltige Mobilität, statt.
Unternehmen können sich noch bis zum 28. November 2025 für den Gemeinschaftsstand von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie hier anmelden.

Die Intertraffic bietet Zugang zu internationalen Kontakten, neuen Trends und über 30.000 Fachbesucher*innen aus mehr als 140 Ländern – ein ideales Umfeld, um Innovationen zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen.

 

Jetzt informieren, fördern lassen und dabei sein!

Bei Fragen melden Sie sich auch gerne bei uns.

 

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Herbst 2021
Geburtsstunde von ReTraNetz BB

Vor dem Hintergrund, dass sich Berlin und Brandenburg zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickelt haben, hat sich im Herbst 2021 ein länderübergreifendes Konsortium, bestehend aus den Wirtschaftsfördergesellschaften in Berlin und Brandenburg, den Sozialpartnern und der Wissenschaft gebildet, um die Transformation strategisch zu begleiten und die Umsetzung in der Region operativ zu unterstützen. Seitens der Landesregierungen Berlin und Brandenburg wird das Vorhaben flankierend begleitet. Zur Entwicklung der Strategie werden die bestehenden Initiativen der Länder Berlin und Brandenburg in den Bereichen Industriepolitik, Innovationsstrategie, Digitalisierung & Digitalwirtschaft sowie Mobilität gezielt eingebunden.