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Unterstützung der regionalen Industrie durch Masterarbeiten

Im Rahmen von Masterarbeit-Kolloquien präsentierten Studierende der bbw Hochschule Marktpotentialanalysen für neue Geschäftsfelder eines Unternehmens.

Am 10.4.2026 fanden die Masterarbeit-Kolloquien von Hanyue Wang und Leobardo Valdez statt. Die Studierenden des Masterstudienganges International Technology Transfer Management stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor, die in enger Abstimmung mit dem Unternehmen Alutrim aus Kyritz (vertreten durch Pascal Bildau) und unter der Betreuung von Prof. Uwe Kaschka entstanden sind.

In Marktpotentialanalysen ging es darum, für Alutrim mögliche neue Geschäftsfelder zu identifizieren und zu untersuchen.

Die Masterarbeiten sind auch Bestandteil der Aktivitäten des regionalen Transformationsnetzwerkes für die Automobil- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB). Die bbw Hochschule arbeitet hier gemeinsam mit den Konsortialpartnern an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen der Region.

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Innovativer Ansatz zur Steifigkeitssteigerung von Cobots

Die geringe Steifigkeit von Cobots begrenzt bislang ihr Einsatzpotential in der Industrie. Ein innovativer Ansatz zeigt jedoch, wie durch die Kopplung zweier Cobots die Steifigkeit deutlich gesteigert und neue Anwendungen ermöglicht werden können.

Die steigenden Anforderungen an Flexibilität, kürzere Produktlebenszyklen, eine zunehmende Variantenvielfalt sowie der technologische Wandel hin zu neuen Antriebstechnologien stellen Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie verstärkt vor große Herausforderungen. Kollaborative Roboter (Cobots) gelten dabei als eine Schlüsseltechnologie, um diesen Veränderungen erfolgreich zu begegnen. Durch ihre flexible Einsetzbarkeit, ihre Fähigkeit zur sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration, ihre vergleichsweise einfache Integration in bestehende Produktionsumgebungen sowie ihre kostengünstigere Betriebsführung eröffnen Cobots neue Möglichkeiten für die Realisierung von adaptiven und effizienten Fertigungsprozessen.

Trotz dieser zahlreichen Vorteile bleibt die sicherheits- und strukturbedingt geringe Steifigkeit von Cobots ein wesentlicher Nachteil und stellt eine entscheidende Limitierung der Einsatzmöglichkeiten von Cobots dar. Ein innovativer Ansatz zur Überwindung dieser Limitierung besteht in der situativen Kopplung von zwei Cobots. Hierbei wird ein Konzept verfolgt, bei dem zwei Cobots bedarfsabhängig sowohl mechanisch als auch steuerungstechnisch miteinander gekoppelt werden, um gemeinsam höhere Traglasten und eine gesteigerte Systemsteifigkeit zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Reallabors des ReTraNetz-BB experimentelle Untersuchungen zur Steifigkeit von Cobots durchgeführt, die als Grundlage für den Kopplungsansatz dienen. Die Untersuchungen umfassten die Analyse der kinematischen Grenzen von Cobots im gekoppelten Betriebszustand, die Modellierung ihrer Steifigkeit mittels Finite-Elemente-Methode sowie experimentellen Steifigkeitsmessungen an einem Cobot. Die Ergebnisse zeigen erhebliches Potential für die Steigerung der Steifigkeit durch die Kopplung zweier Cobots und wurden im Journal of Manufacturing and Materials Processing veröffentlicht.

Lesen Sie den kompletten Journalbeitrag hier: https://www.mdpi.com/2504-4494/10/2/54

Und wenn Sie Interesse haben das ReTraNetz-BB Reallabor zu besuchen, finden Sie hier weitere Informationen.

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Besuch von Staatssekretär Dr. Fischer im Reallabor des ReTraNetz-BB

Welche Technologien helfen Unternehmen konkret bei Fachkräftemangel, Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit? Dazu machte sich Staatssekretär Dr. Severin Fischer bei seinem Besuch im Reallabor des ReTraNetz‑BB selbst ein Bild. KMU aus Berlin‑Brandenburg sind eingeladen, die Lösungen ebenfalls vor Ort kennenzulernen.

Die Automobil- und Zulieferindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Steigende Anforderungen an Produktivität und Qualität, der zunehmende Fachkräftemangel sowie der wachsende Druck zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stellen Unternehmen vor komplexe Herausforderungen. Wie das Reallabor des ReTraNetz-BB am Produktionstechnischen Zentrum Berlin Unternehmen in der Region Berlin-Brandenburg bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützt, darüber informierte sich Dr. Severin Fischer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin bei seinem Besuch am 11. Februar 2026.

Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, Institutsleiter und Prof. Dr.-Ing. Julian Polte, Leiter des Geschäftsfelds Produktionssysteme am Fraunhofer IPK, sowie Dr.-Ing. Mitchel Polte, Oberingenieur im Fachgebiet Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik am IWF der Technischen Universität Berlin, gaben Einblicke in neueste FuE-Lösungen für die Elektromobilität und stellten Strategien vor, mit deren Hilfe regionale KMU ihre Leistungsfähigkeit gezielt ausbauen können und so einen Beitrag zur langfristigen Stärkung der industriellen Wertschöpfung in der Region Berlin-Brandenburg leisten. Im Fokus des Reallabors stehen dabei drei zentrale Themenfelder, mit denen die Unternehmen bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen unterstützt werden:

  • Kollaborative Robotik ermöglicht eine flexible und sichere Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern und unterstützt somit Mitarbeitende insbesondere bei repetitiven oder körperlich belastenden Aufgaben.
  • Digitale Produktionsassistenzsysteme tragen dazu bei, prozessrelevantes Wissen in der Produktion leichter zugänglich zu machen und helfen, Arbeitsabläufe transparenter und effizienter zu gestalten und Fehler zu reduzieren.
  • Energiemonitoringlösungen schaffen darüber hinaus Transparenz über Energieverbräuche in der Produktion und ermöglichen Unternehmen damit, energieintensive Prozesse gezielt zu identifizieren und Einsparpotentiale systematisch zu nutzen.

Wir laden auch Sie herzlich zu einem Besuch in unserem Reallabor ein.

Kontaktieren Sie uns und gestalten Sie die Zukunft der Produktion mit uns! Alle Informationen dazu finden Sie hier.

 

Copyright: © Fraunhofer IPK

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Neue Märkte vor der Haustür: Wie Leitmessen Automotive-Unternehmen neue Branchen eröffnen

Während klassische Absatzmärkte im Automotive-Bereich zunehmend unter Druck geraten, entstehen neue Chancen direkt vor der Haustür: Mit der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) und der InnoTrans wird Berlin-Brandenburg zum internationalen Treffpunkt. Für Unternehmen, die sich strategisch für einen Branchentransfer interessieren, bieten die Leitmessen konkrete Ansatzpunkte für einen Einstieg in diese Branchen.

Wann hat man schon die Chance, tausende potenzielle Auftraggeber aus über 100 Ländern persönlich zu treffen – und das mit minimalem Reiseaufwand?

Genau diese Gelegenheit bieten 2026 gleich zwei internationale Leitmessen in der Hauptstadtregion. Die InnoTrans zog zuletzt rund 170.000 Fachbesucher*innen aus 133 Ländern sowie knapp 3.000 Aussteller an. Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) ergänzte dieses Umfeld mit rund 95.000 Besucher*innen, 600 Ausstellern und hochrangigen Industrie- und Regierungsdelegationen.

Für Unternehmen der Automobilindustrie bedeutet das: Selten sind so viele potenzielle Kunden, Partner und neue Märkte gleichzeitig so nah erreichbar. Gerade in Zeiten rückläufiger Absatzmärkte ist das eine Chance, die aktiv genutzt werden sollte.

 

Warum Luft-/Raumfahrt und Bahnindustrie naheliegende Zielbranchen sind

ILA Berlin – Luftfahrt trifft Zukunftstechnologien

Die ILA gehört zu den wichtigsten internationalen Plattformen für Luft- und Raumfahrt, Defense, Drohnen und neue Mobilitätslösungen. Im Fokus stehen Themen wie Leichtbau, Elektrifizierung, nachhaltige Antriebe, Digitalisierung und komplexe Zulieferketten.

Genau hier liegen die Stärken vieler Automotive-Unternehmen: erprobte Technologien, skalierbare Prozesse und Erfahrung in industriellen Wertschöpfungsketten.

InnoTrans – Einstieg in die Bahnindustrie

Die InnoTrans ist die weltweit größte Messe für Bahn- und Verkehrstechnik. Hier treffen Fahrzeughersteller, Systemhäuser und Zulieferer auf internationale Einkäufer.

Die technologische Nähe zur Automobilindustrie ist hoch – von Komponenten über Elektronik bis hin zu Software und Materialien. Für viele Unternehmen ist die Bahnbranche daher ein logischer nächster Schritt in der Diversifizierung.

 

Mehr als Messestände: Direkter Zugang zu Entscheidern

Beide Leitmessen bieten weit mehr als klassische Ausstellungsflächen. Fachforen, Matchmaking-Events, Pitch-Formate und Networking-Sessions ermöglichen gezielte Gespräche mit relevanten Ansprechpartnern – oft deutlich effizienter als über klassische Vertriebswege.

Gerade für Unternehmen, die neu in eine Branche einsteigen, bieten diese Formate einen entscheidenden Vorteil: direkten Zugang zu Entscheidern aus Industrie, Forschung und öffentlichen Institutionen.

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist der regionale Bezug: Für Unternehmen aus Berlin und Brandenburg sind beide Messen mit überschaubarem Aufwand erreichbar – ideal für erste Markttests oder den gezielten Ausbau bestehender Kontakte.

 

So holen Sie das Maximum aus Ihrem Messebesuch heraus

Ein erfolgreicher Messebesuch beginnt lange vor dem ersten Gespräch. Wer neue Märkte erschließen will, sollte gezielt vorgehen:

  • Eigene Kompetenzen analysieren:
    Welche Technologien, Produkte oder Prozesse lassen sich auf Luftfahrt oder Bahn übertragen?
  • USP klar formulieren:
    Was unterscheidet Ihr Unternehmen konkret vom Wettbewerb?
  • Zielunternehmen identifizieren:
    Relevante OEMs, Systemhäuser und Tier-1-Zulieferer vorab recherchieren.
  • Überzeugend auftreten:
    Komplexe Inhalte verständlich und lösungsorientiert kommunizieren.
  • Praxisbeispiele nutzen:
    Musterteile, Referenzen oder Fallstudien machen Ihr Angebot greifbar.
  • Unterlagen aktualisieren:
    Website, One-Pager, Visitenkarten und LinkedIn-Profil sollten auf dem neuesten Stand sein.
  • Side Events einplanen:
    Viele wertvolle Kontakte entstehen abseits der Messestände.
  • Klare Gesprächsziele definieren:
    Geht es um Marktinformationen, Pilotprojekte oder konkrete Kooperationen?

 

ReTraNetz-BB: Ihr Partner für den erfolgreichen Einstieg

Der Einstieg in neue Branchen gelingt selten allein. Neben technologischem Know-how braucht es Marktverständnis, die richtigen Kontakte und eine klare Strategie.

Das ReTraNetz-BB unterstützt Unternehmen genau dabei – mit vorbereitenden Workshops, gezielten Vernetzungsformaten, praxisnahen Impulsen und direktem Zugang zu relevanten Akteuren auf den Messen.

Die ILA 2026 und die InnoTrans 2026 bieten dafür die ideale Plattform: Sie machen sichtbar, wie groß die technologischen Schnittmengen sind – und wie greifbar neue Geschäftsmöglichkeiten sein können.

 

Jetzt Chancen nutzen

Nutzen Sie die Gelegenheit, neue Märkte aktiv zu erschließen und Ihr Netzwerk gezielt zu erweitern.

Sichern Sie sich frühzeitig Zugang zu relevanten Kontakten, exklusiven Formaten und gezielter Vorbereitung rund um ILA und InnoTrans – und tragen Sie sich hier in die Interessentenliste ein.

Eine zusätzliche Gelegenheit bietet sich bereits am 28. April 2026: Im ReTraNetz-BB Webinar „Automotive trifft Medizintechnik“ erhalten Sie kompakte Einblicke und konkrete Ansatzpunkte für den Einstieg in die Branche – ganz ohne Reiseaufwand.

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Qualifizierung neu denken: Erfolgreicher Start des Qualifizierungs-Checks in Brandenburg

Das ReTraNetz-BB Gewerkschaftsteam hat den ersten Qualifizierungs-Check in Brandenburg erfolgreich durchgeführt. Es zeigt, wie Unternehmen den Herausforderungen der Transformation aktiv begegnen können.

In einem großen Brandenburger Unternehmen kamen rund 20 Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, gemeinsam mit Betriebsrat und Personalabteilung. Anlass war eine anstehende Umstrukturierung und die Frage, wie sich veränderte Anforderungen und neue Berufsbilder frühzeitig erkennen und gestalten lassen.

Der von der IG Metall entwickelte Qualifizierungs-Check setzt genau hier an. In einem interaktiven Workshop-Format bündelt er zentrale Fragen rund um Qualifizierung, Weiterbildung sowie Zukunfts- und Nachhaltigkeitskompetenzen. An verschiedenen Stationen arbeiten die Teilnehmenden strukturiert zusammen, um sowohl personelle als auch organisatorische Lücken zu identifizieren. Gleichzeitig werden konkrete Lösungsansätze entwickelt, die unmittelbar an die Praxis im Unternehmen anschließen.

Die erste Workshop in einem Betriebe hat gezeigt: Das Format funktioniert. Der gemeinsame Blick von Beschäftigten, Interessenvertretungen und Personalverantwortlichen auf die anstehenden Veränderungen eröffnet einen konstruktiven Raum.  Qualifizierungsbedarfe sind gesehen worden und werden systematisch angegangen. Durch seine flexible Anlage lässt sich der Qualifizierungs-Check auf unterschiedliche Ausgangssituationen übertragen – vom kleineren Betrieb bis zum großen Unternehmen. Damit bietet sich eine tragfähige Grundlage für strategische Personal- und Organisationsentwicklung.

Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformation bietet der Qualifizierungs-Check Unternehmen die Chance, nicht nur zu reagieren, sondern aktiv zu gestalten.

Weitere Informationen zum Qualifizierungs-Check finden Sie: Hier!

Und alle weiteren Angebote des ReTraNetz-BB: Hier!

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Mitarbeitermobilität im Berliner Umland

Wie können Unternehmen im Berliner Umland trotz schwieriger Verkehrsanbindung attraktiver für Fachkräfte werden? Studierende der bbw Hochschule haben gemeinsam mit einem Mobilitätsspezialisten innovative Konzepte entwickelt...

Ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität von Unternehmen aus Sicht von Bewerbern und Mitarbeitern ist deren verkehrstechnische Erreichbarkeit. Im Berliner Umland und im ländlichen Brandenburg haben viele Firmen Nachteile durch komplizierte und zeitaufwändige Anfahrten sowie eine eingeschränkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Im Rahmen eines Semesterprojektes haben sich Studierende des internationalen Masterstudiengangs „International Technology Transfer Management“ der bbw Hochschule in Kooperation mit der Interlink GmbH, einem Berliner Spezialisten für integrierte Mobilitäts- und Verkehrsplanung, damit beschäftigt, innovative Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Dazu wurden in Gruppenarbeiten die Standorte Ludwigsfelde, Zehdenick und Kyritz näher untersucht. Zum Projekt gehörten Begehungen vor Ort, um sich über die Anfahrt und die realen Bedingungen der Unternehmen am Standort ein Bild zu verschaffen. Im Weiteren wurden verschiedene Verkehrskonzepte entwickelt, diskutiert und gegenübergestellt. Es ging dabei insbesondere auch um innovative Ideen, wie der noch sehr verbreitete Pkw-Individualverkehr durch intelligente Sharing-Lösungen oder den kombinierten Einsatz von elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeugen (z.B. E-Scooter) mit öffentlichem Verkehr ersetzt bzw. erweitert werden könnte. In einer abschließenden Poster-Präsentation der Ergebnisse fand das Projekt im Januar 2026 seinen Abschluss (siehe Bild 1).

Die Ergebnisse des Semesterprojektes sind eine gute Grundlage für fortführende Aktivitäten im Rahmen des regionalen Transformationsnetzwerkes für die Auitomobil- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg, ReTraNetz-BB.

Das didaktische Format steht exemplarisch für problemorientiertes Lernen (PBL) an der bbw-Hochschule. Die Studierenden arbeiten an realen Aufgabenstellungen aus der Industrie, organisieren ihre Arbeit im Team eigenständig und stehen im direkten Austausch mit den Hochschul-Lektoren und Projektpartnern aus der Praxis.

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Rückblick: Geführter Rundgang auf der all about automation in Berlin

Premiere, volle Gruppen, intensiver Austausch: Der geführte Besuch der all about automation in Berlin stieß auf großes Interesse und lieferte wertvolle Impulse zu Automatisierung und Robotik.

Die Premiere der all about automation (aaa) am 28. Januar 2026 in Berlin bot einen idealen Rahmen für Austausch, Inspiration und neue Perspektiven rund um Industrieautomation, Robotik und den 3D-Druck. Gemeinsam mit dem Bereich Industrielle Produktion von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, der den Gemeinschaftsstand sowie das umfangreiche Messeprogramm organisierte, wurden im Rahmen der Messe geführte Ausstellerbesuche angeboten.

Aufgrund der großen Nachfrage wurden aus den ursprünglich geplanten zwei Gruppen schließlich drei Führungen, die alle vollständig ausgebucht waren. Das ReTraNetz-BB war dabei aktiv eingebunden und leitete einen der thematischen Rundgänge.

Im Rahmen des Besuchs ausgewählter Aussteller erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke bei:

  • Klero GmbH
  • Wilhelm Dreusicke GmbH & Co. KG
  • druckerfachmann.de GmbH & Co. KG
  • Nilrox Tec Gmbh

Die Gespräche an den Ständen zeigten deutlich, welches Potenzial moderne Automatisierungslösungen für Produktionsunternehmen bieten – insbesondere im Hinblick auf Effizienz, Ressourcenschonung und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Ein herzlicher Dank gilt allen Ausstellern für die Offenheit, den fachlichen Input und die spannenden Einblicke sowie allen Teilnehmenden für das große Interesse und die aktive Beteiligung. Besonders positiv aufgenommen wurde das Get-together zum Abschluss am Berlin-Partner-Gemeinschaftsstand mit vielen weiteren Unternehmen, das Raum für vertiefende Gespräche und Vernetzung bot.

Der Besuch der all about automation hat einmal mehr verdeutlicht, wie wertvoll kompakte, thematisch fokussierte Formate für Wissenstransfer und Austausch im Netzwerk sind. ReTraNetz-BB nimmt viele Impulse mit und plant, ähnliche Formate auch im weiteren Jahresverlauf auf anderen Messen fortzusetzen.

Eine Übersicht unserer zukünftigen Veranstaltungen finden Sie: Hier!

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Geführte Rundgänge mit dem ReTraNetz-BB

Mit geführten Messerundgängen bietet ReTraNetz-BB Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie gezielte Orientierung auf wichtigen Leitmessen. Den Auftakt macht die all about automation in Berlin – für diesen Rundgang ist eine Anmeldung bereits möglich.

Messen sind wichtige Orte für Innovation, Austausch und neue Impulse – gleichzeitig sind sie im Messealltag oft schwer zu überblicken. Genau hier setzen die geführten Messerundgänge des ReTraNetz-BB an: Sie bieten einen kompakten, thematisch fokussierten Zugang zu relevanten Technologien, Anbietern und Trends und schaffen Raum für Austausch im Netzwerk.

Auftakt: all about automation (aaa) in Berlin

Den Start macht die all about automation, die im Januar erstmals in Berlin stattfindet. Im Fokus der Messe stehen Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung – zentrale Themen für Unternehmen, die ihre Produktionsprozesse weiterentwickeln, effizienter gestalten und für die Zukunft aufstellen möchten.

Der Messerundgang wird gemeinsam mit dem Bereich Industrielle Produktion von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH organisiert. Geplant sind zwei geführte Rundgänge mit ausgewählten Stationen sowie Zeit für Austausch und Vernetzung.

Folgen Sie dem Link zur Anmeldung für den Rundgang am 28. Januar 2026: Hier!

Ausblick: Rundgänge auf ILA und InnoTrans

Auch für die ILA und die InnoTrans plant ReTraNetz-BB geführte Rundgänge. Diese Messen eröffnen Perspektiven über die klassische Automobilindustrie hinaus und bieten Anknüpfungspunkte für neue Anwendungsfelder, Märkte und Technologien.

Vor dem Hintergrund eines zunehmend turbulenten Marktumfelds gewinnt das Thema Diversifizierung weiter an Bedeutung. Die geplanten Rundgänge werden daher durch ein kleines inhaltliches Rahmenprogramm mit ein bis zwei Impulsen ergänzt, das technologische Entwicklungen einordnet und den branchenübergreifenden Austausch unterstützt.

Bei Interesse an einer der Veranstaltungen können Sie sich unter folgendem Link voranmelden und erhalten zu gegebener Zeit alle weiteren Informationen.

Mit den Messerundgängen möchte ReTraNetz-BB Unternehmen dabei unterstützen, Orientierung zu gewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln und sich gezielt zu vernetzen – praxisnah, kompakt und mit Blick auf eine zukunftsfähige Weiterentwicklung.

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Forschung wird Praxis – Zukunft im Reallabor erleben

Im Projekt ReTraNetz-BB erhalten Studierende am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der Technischen Universität Berlin die Möglichkeit, praxisorientierte Lehr- und Forschungsinhalte unmittelbar zu erleben. Seit Projektbeginn wurden bereits 20 Abschlussarbeiten erfolgreich betreut, vielfach in enger Kooperation mit Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg. Diese Zusammenarbeit ermöglicht die Entwicklung anwendungsnaher Lösungen, die Forschungsergebnisse direkt in industrielle Fragestellungen überführen.

Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf der Transformation der Mobilitäts- und Produktionsindustrie, insbesondere auf Fragen der Nachhaltigkeitspotenziale in Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferbranche. Beispielhafte Ergebnisse einer Abschlussarbeit zeigen dies deutlich:

Moderne Robotererkennungssysteme basieren überwiegend auf kamerabasierten oder bildgestützten Sensorsystemen. In industriellen Umgebungen mit kritischen Bedingungen – etwa schlechten Lichtverhältnissen, reflektierenden Oberflächen oder hoher Staubbelastung – stoßen diese Technologien jedoch an ihre Grenzen.

Eine Arbeit untersuchte daher, wie ein kollaborativer Roboter seine integrierten Kraft-, Drehmoment- und Gelenkpositionssensoren so nutzen kann, dass Objekte ohne visuelle Sensorik identifiziert werden können. Der Roboter führt dabei eine Blindsondierung durch physischen Kontakt durch; eine angeschlossene Verarbeitungseinheit erfasst und analysiert die Sensordaten und nutzt Methoden des maschinellen Lernens zur Objektklassifikation.

Eine weitere Arbeit befasste sich intensiv mit Produktionsprozessen in der regionalen Industrie und untersuchte deren Nachhaltigkeitspotentiale, indem basierend auf zuvor definierten Nachhaltigkeitsgraden die Produktionsprozesse detailliert analysiert und bewertet wurden. Zudem wurden initiale Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsgrads anhand von konkreten Beispielen erarbeitet.

Parallel dazu wird das Reallabor systematisch in die universitäre Lehre eingebunden. Studierende erhalten hier die Möglichkeit, theoretische Inhalte in realen praktisch-technischen Umgebungen umzusetzen und aktiv an der Weiterentwicklung moderner Produktionstechnologien mitzuwirken.

Ein Beispiel stellt die Entwicklung einer Vorrichtung zur Optimierung des Hairpin-Steckprozesses dar. Studierende gewinnen dabei Einblicke in reale industrielle Tätigkeiten und wenden ingenieurwissenschaftliche Methoden zur Lösung konkreter Problemstellungen an. Darüber hinaus erlernen sie den Einsatz der additiven Fertigung, indem sie Vorrichtungen und Bauteile eigenständig konstruieren und mittels 3D-Druck herstellen.

Ein weiteres Beispiel ist die systematische experimentelle Untersuchung der Steifigkeit eines Cobots. Hierbei erwerben Studierende praxisnahe Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung robotischer Messversuche. Sie lernen unter anderem den Umgang mit Messtechnik, die strukturmechanische Analyse von Robotern sowie die Interpretation experimenteller Daten kennen. Durch ihre Mitarbeit leisten sie gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der technologischen Grundlagen für steifigkeitsoptimierte Robotersysteme.

Im Rahmen des ReTraNetz-BB wird das Reallabor gezielt um eine industrienahe Erprobungsumgebung, insbesondere für regionale kleine und mittelständische Unternehmen, erweitert. Die vorhandene Infrastruktur wird hierzu durch flexible Test- und Anwendungsbereiche ergänzt. Ziel ist es, den Zugang zu zentralen Zukunftstechnologien deutlich zu erleichtern und Unternehmen nicht nur exemplarische Prozesse zu demonstrieren, sondern konkrete, unmittelbar nutzbare Anwendungsszenarien bereitzustellen. Ab 2026 wird das Angebot zusätzlich durch kostenlose Workshops zu kollaborativen Robotern (Cobots) sowie additiven Fertigungstechnologien erweitert, um praxisnahe Transferformate für Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie bereitzustellen.

Werfen Sie einen Blick auf unseren Veranstaltungskalender, um aktuelle Formate zu entdecken: Hier

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Qualifizierung im Strukturwandel: Problem-Based Learning für Masterstudierende

Was können Hochschulen tun, um ihre Studierenden auf eine industrielle Praxis vorzubereiten, die geprägt ist von komplexen Herausforderungen wie Digitalisierung oder Kreislaufwirtschaft?

Ein Artikel von Prof. Dr.-Ing. Uwe Kaschka und Prof. Dr. Johannes Kirch von der bbw-Hochschule zeigt, wie Problem-Based Learning (PBL) in internationalen Masterstudiengängen zu diesem Zweck erfolgreich eingesetzt werden kann.

Beim PBL lernen Studierende, in Gruppenarbeiten Aufgabenstellungen aus der Praxis erfolgreich zu bearbeiten. Sie müssen sich ihre Informationen zur Lösung selbst erarbeiten, die Lehrpersonen agieren hier eher als Coaches und Vermittler von Methodenwissen. Ein großer Vorteil dieser didaktischen Lehrform ist, dass auch Soft Skills wie Kreativität, Kommunikationskompetenz oder Problemlösungsfähigkeit gut vermittelt werden können.

Die industriellen Projektpartner sowie die damit verbundenen Aufgabenstellungen kommen aus dem Unternehmenspool des Regionalen Transformationsnetzwerkes der Fahrzeugindustrie Berlin Brandenburg (ReTraNetz-BB). Die Ergebnisse der Studierendenprojekte unterstützen die Unternehmen direkt. Darüber hinaus können sich besonders leistungsstarke Studierende für Praktika oder sogar einen Job-Einstieg bei den Unternehmen empfehlen.

Der vollständige Artikel finden Sie hier: ReTraNetz-BB - Artikel: Problem-Based Learning

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