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Rückblick: Automotive trifft Bahn – Marktpotenziale auf der InnoTrans

Berliner und Brandenburger Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie erhielten auf der InnoTrans Einblicke in das Bahn-Ökosystem der Hauptstadtregion. Im Mittelpunkt standen Vernetzung, Marktpotenziale und neue Anknüpfungspunkte zur Schienenverkehrsbranche.

Am 24. September 2026 veranstaltete das ReTraNetz-BB im Rahmen der InnoTrans die Fachaktivität „Automotive trifft Bahn – Marktpotenziale auf der InnoTrans“. Ziel des Formats war es, Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie über Diversifizierungsmöglichkeiten in der Bahnbranche zu informieren, Akteure der regionalen Schienenverkehrsbranche kennenzulernen und neue Anknüpfungspunkte für den Austausch und mögliche Kooperationen zu schaffen.

Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Bahnindustrie in Deutschland, aktuelle Marktentwicklungen sowie die besondere Bedeutung des Standorts Berlin-Brandenburg.

Berlin-Brandenburg vereint entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Schienenverkehrstechnik Hersteller, Zulieferer, Betreiber, Forschungseinrichtungen, Netzwerke sowie zahlreiche Test- und Erprobungsinfrastrukturen. Für Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie bietet die Region damit hervorragende Voraussetzungen, um Kontakte zur Bahnbranche aufzubauen und Potenziale für den Transfer bestehender Kompetenzen in neue Märkte auszuloten.

Rundgang & Networking: Austausch direkt vor Ort

Im anschließenden Rundgang über den Berlin-Brandenburger Gemeinschaftsstand der InnoTrans konnten die Teilnehmenden das Bahn-Ökosystem direkt vor Ort kennenlernen. Besucht wurden:

  • MCR Engineering Lausitz GmbH
  • G.W.P. Manufacturing Services AG
  • Kompetenznetz Rail Berlin-Brandenburg GmbH (KNRBB)
  • Wilhelm Schmidt GmbH
  • AUCOTEAM GmbH
  • Mobility goes Additive e. V.

Die Unternehmen und Organisationen gaben Einblicke in ihre Tätigkeitsfelder, aktuelle Entwicklungen der Branche sowie mögliche Anknüpfungspunkte für Unternehmen aus dem Automotive-Bereich. Im Fokus standen dabei unter anderem Engineering-Dienstleistungen, innovative Fertigungstechnologien, Vernetzungsangebote sowie die Potenziale additiver Fertigung und digitaler Lösungen für die Schienenverkehrstechnik.

Beim abschließenden Get-Together nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bestehende Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Fazit: Große Chancen für die regionale Transformation

Wer sich mit Diversifizierung beschäftigt, muss nicht in die Ferne schweifen. Viele potenzielle Partner, Kunden und Netzwerke der Bahnindustrie befinden sich direkt vor der Haustür. Genau diese Standortvorteile sichtbar zu machen und Unternehmen beim Aufbau neuer Kontakte zu unterstützen, war das Ziel von „Automotive trifft Bahn“.

Eine Übersicht aller unserer Veranstaltungen finden Sie hier: ReTraNetz-BB - Veranstaltungen

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Rückblick auf das Webinar: Circular Economy in der Automobilindustrie

Wie können Automobilhersteller und Zulieferer die zunehmenden Anforderungen der Kreislaufwirtschaft nicht nur erfüllen, sondern daraus auch Wettbewerbsvorteile schaffen? Dieser Frage widmete sich unser Webinar „Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie: Neue Vorgaben, neue Chancen“, welches in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) stattfand.

Die Veranstaltung am 15. September 2026 machte deutlich: Kreislaufwirtschaft ist längst kein Zukunftsthema mehr. Angesichts begrenzter Rohstoffe, geopolitischer Unsicherheiten und neuer europäischer Regulierung wird sie zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Automobilindustrie. Unternehmen, die frühzeitig handeln, stärken nicht nur ihre Resilienz und Versorgungssicherheit, sondern erschließen zugleich neue Geschäftsmodelle und Effizienzpotenziale.

Neue EU-Vorgaben verändern die Spielregeln

Zum Auftakt stellte Lorena Zangel von der KEK die politischen Ziele und aktuellen Entwicklungen rund um die Kreislaufwirtschaft vor. Die Transformation hin zu einer kreislauforientierten Wirtschaft soll Europas Rohstoffversorgung sichern, Abhängigkeiten reduzieren und den Ressourceneinsatz insgesamt effizienter gestalten. Dabei ein ist die Kreislaufwirtschaft als ein zirkuläres System gedacht und unterscheidet sich vom reinen Recyclingsystem.

Yannik Müller vom BDE – Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft legte seinen Schwerpunkt auf die neue EU-Altfahrzeugverordnung. Diese bringt weitreichende Anforderungen für Hersteller und Zulieferer mit sich. Künftig müssen Fahrzeuge noch stärker auf Recycling und Kreislaufwirtschaft und folglich den Einsatz von Rezyklaten ausgelegt werden. So sieht die Verordnung vor, dass ab September 2032 mindestens 15 Prozent der in Fahrzeugen eingesetzten Kunststoffe aus Post-Consumer-Rezyklaten stammen müssen. Zusätzlich werden derzeit Vorgaben für den Einsatz von Recyclingmaterialien in Stahl und Aluminium vorbereitet. Zur Vorbereitung können Unternehmen heute schon ihre Schadstoffliste prüfen, wichtige Vorlaufentscheidungen für Lieferketten treffen und im Zuge dessen auf ein integriertes Datenmanagementkonzept zur Interoperabilität zw. Fahrzeugpass, Digitalem Batteriepass und weiteren Produktpässen aufzubauen.

Digitale Produktpässe als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft

Welche Chancen sich hinter den neuen Anforderungen verbergen, zeigte Janine Mügge vom Fraunhofer IPK. Im Mittelpunkt ihres Vortrags standen Digitale Produktpässe (Digital Product Passports, DPP). Diese werden für zahlreiche Produktgruppen schrittweise verpflichtend und bilden die Grundlage für transparente Informationen über Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit von Produkten.

Dabei wurde deutlich, dass digitale Produktpässe weit mehr sind als ein Instrument zur Erfüllung regulatorischer Vorgaben. Sie können Unternehmen dabei unterstützen, Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzbar zu machen, Prozesse effizienter zu gestalten und neue datenbasierte Dienstleistungen zu entwickeln. Transparente Produktdaten schaffen die Basis für neue Geschäftsmodelle, verbesserte Rücknahmekonzepte und eine engere Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten. Gleichzeitig ermöglichen standardisierte Datenstrukturen neue Formen der Wertschöpfung über Unternehmensgrenzen hinweg. 

Praxisbeispiel Tesla: Kreislaufwirtschaft im Unternehmensalltag

Wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigte Franziska Teubert von Tesla Manufacturing Brandenburg. Anhand von Beispielen aus der Gigafactory Berlin-Brandenburg wurde deutlich, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur bei Produkten, sondern auch in Produktionsprozessen beginnt.

Ein Schwerpunkt lag auf dem effizienten Umgang mit Wasser. Tesla verfolgt das Ziel, den Wasserverbrauch kontinuierlich zu reduzieren und konnte bereits Werte erreichen, die unter denen eines durchschnittlichen deutschen Automobilherstellers (OEM) liegen. Darüber hinaus spielt das Recycling eine zentrale Rolle. Durch eine möglichst sortenreine Trennung von Materialien werden hochwertige Stoffströme erhalten und in den Kreislauf zurückgeführt. Auch vermeintlich kleine Maßnahmen, beispielsweise bei der Verpackung von Materialien und Komponenten, können einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten und erhebliche Einsparungen ermöglichen.

Das Praxisbeispiel zeigte eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur eine strategische Zielsetzung ist, sondern durch viele konkrete Maßnahmen im Unternehmensalltag umgesetzt werden kann.

Unterstützung für Unternehmen

Abschließend stellten Bernd Teichmann von der Energie- und Klimaagentur Brandenburg (WFBB) sowie Robin Bruck von der KEK ihre Unterstützungsangebote vor. Beide Einrichtungen begleiten Unternehmen anbieterunabhängig und kostenfrei bei der Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bieten diese Angebote eine wertvolle Orientierung, um regulatorische Anforderungen frühzeitig zu adressieren und Potenziale im eigenen Betrieb zu identifizieren.

Fazit

Das Webinar hat gezeigt: Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zu einem zentralen Leitprinzip der Automobilindustrie. Neue europäische Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck, eröffnen Unternehmen aber gleichzeitig auch neue Chancen. Digitale Produktpässe, kreislauffähige Produktgestaltung, der gezielte Einsatz von Rezyklaten und ressourceneffiziente Produktionsprozesse werden künftig entscheidende Bausteine einer wettbewerbsfähigen Industrie sein. Wer die Transformation frühzeitig angeht, kann nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllen, sondern Innovationen vorantreiben, Kosten senken und langfristig resilienter werden.

Ein besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten sowie unserem Kooperationspartner KEK für die spannenden Einblicke und die praxisnahen Impulse.

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EBK Start-up Challenge 2026 – Build Hardware That Matters

Sechs Monate kostenlose Produktionspower für ein Hardware-Start-up: Die EBK Gruppe sucht ambitionierte Teams, die ihren Prototyp gemeinsam mit erfahrenen Ingenieuren zur Marktreife führen wollen.

Die EBK Gruppe startet 2026 ihre Start-up Challenge und sucht Hardware-Start-ups mit funktionierendem Prototyp oder Proof of Concept – etwa aus den Bereichen IoT, Sensorik, Robotik oder Automation. Das Gewinnerteam erhält ein sechsmonatiges, kostenfreies Förderprogramm direkt am EBK-Standort im Technologiepark Berlin-Adlershof:

  • Zugang zu industrieller Fertigung,
  • Unterstützung bei Produktoptimierung und Prozessentwicklung,
  • einen Co-Working-Arbeitsplatz,
  • Sichtbarkeit im Innovationsnetzwerk

Alles ohne Teilnahmegebühr oder Abgabe von Unternehmensanteilen.

Die Bewerbungsphase läuft vom 1. September bis 31. Oktober 2026, eine unverbindliche Voranmeldung ist bereits jetzt möglich. Nach einer Vorauswahl präsentieren die Finalisten ihr Konzept am Pitch Day in Berlin-Adlershof vor einer Jury, die anschließend das Sieger-Team kürt.

Alle Details und die Bewerbung: www.ebk-gruppe.com/start-up-challenge-2026

 

Das ReTraNetz-BB unterstützt aktiv Transformationsinitiativen von Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie aus Berlin und Brandenburg. Unternehmen aus unserem Netzwerk, die ebenfalls Aktivitäten, Projekte oder Angebote im Kontext von Transformation und Innovation sichtbar machen möchten, können sich jederzeit gerne bei uns melden.

Kontaktieren Sie uns!

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Deutsche Welle beleuchtet die Zukunft der Automobilindustrie

Welche Technologien werden die Automobilindustrie von morgen bestimmen? Ein aktueller Deutsche-Welle-Beitrag lässt Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie zu Wort kommen.

Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Elektrifizierung, Digitalisierung, Software und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Produktionsprozesse und Wertschöpfungsketten.

In einem aktuellen Videobeitrag der Deutschen Welle diskutieren Fachleute aus Forschung und Industrie die zentralen Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der Branche. Zu den Interviewpartnern gehört auch Nikolaos-Stefanos Koutrakis vom Fraunhofer IPK, einem Konsortialpartner des ReTraNetz-BB.

Der Beitrag bietet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigt, welche Rolle Innovationen und neue Kompetenzen für die Zukunft der Automobilindustrie spielen.

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Rückblick: Automotive trifft Luftfahrt – Marktpotenziale auf der ILA

Das ReTraNetz‑BB vernetzte auf der ILA Berlin regionale Automotive-Unternehmen mit zentralen Akteuren der Luftfahrt und zeigte neue Chancen für die Diversifizierung und Zukunftsfähigkeit der Branche auf.

Wie können Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin‑Brandenburg ihre technologischen Kompetenzen in neue Branchen übertragen und damit ihre Zukunftsfähigkeit stärken?
Mit dieser Leitfrage richtete das ReTraNetz‑BB am Freitag, dem 12. Juni, auf der ILA Berlin die Netzwerkveranstaltung „Automotive trifft Luftfahrt – Marktpotenziale auf der ILA“ aus.

Rund 15 Unternehmen aus der regionalen Automotive-Wertschöpfungskette nahmen teil und nutzten die Gelegenheit, sich über konkrete Diversifizierungsmöglichkeiten in der Luftfahrt zu informieren. Ziel war es, einen praxisnahen und realistischen Blick auf die Anforderungen, Chancen und Einstiegsszenarien in dieser technologieintensiven Branche zu geben.

 

Fachsession: Drei Perspektiven – ein gemeinsames Bild

Die einleitende Fachsession beleuchtete das Themenfeld Luftfahrt aus drei wesentlichen Richtungen:

• BDLI – Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie
Der BDLI vertreten durch Herrn Dr. Berndes (Leiter Ausrüstung & Werkstoffe) gab einen Überblick über die aktuelle Marktsituation, die internationalen Trends und die strategischen Herausforderungen der Luftfahrtbranche. Dabei wurde deutlich, wo potenzielle Anknüpfungspunkte für neue Zulieferer bestehen und welche technologischen Kompetenzen besonders gefragt sind.

• Rolls-Royce
Rolls Royce bot mit Herrn Becker (Sourcing Compliance Manager) eine praxisnahe Perspektive: Einblicke in interne Einkaufsprozesse, regionale Schwerpunkte und Qualitätsanforderungen eines globalen OEMs. Dadurch wurde sehr greifbar, wie Kompetenzen aus der Automobilindustrie, etwa in Produktion oder Qualitätsmanagement, in der Luftfahrt Anwendung finden können.

• BoostAeroSpace
Herr Jungnickel (Director Germany) von BoostAeroSpace stellte seine Organisation vor und die Teilnehmenden erfuhren, welche Anforderungen für den Einstieg in vorhandene Lieferketten erfüllt werden müssen und wie digitales Datenmanagement und Sicherheitsstandards dabei unterstützt.

Aus der wertvollen Kombination dieser Perspektiven, von Branche, Plattform und OEM, entstand ein klares, geschlossenes Bild der Marktdynamik, das den Teilnehmenden eine realistische Orientierung bot.

 

Rundgang & Networking: Austausch direkt vor Ort

Nach der Fachsession folgte ein geführter Rundgang über die ILA, bei dem die Teilnehmenden ausgewählte Ausstellende, darunter Airbus, Fraunhofer IPK und Deutsche Aircraft, besuchten und weitere Einblicke in Prozesse, Potentiale, Zertifizierungen und Bedarfsszenarien sammelten.

Beim anschließenden Get‑Together am Berlin‑Brandenburger Gemeinschaftsstand ergab sich zusätzlicher Austausch: Am Stand stellten eine Vielzahl regionaler Unternehmen aus. Ihre unmittelbare Nähe ermöglichte es den Teilnehmenden, unkompliziert Kontakte in die Breite der regionalen Luftfahrtlandschaft zu knüpfen. Die offene Atmosphäre führte dazu, dass sich Fachgespräche, spontane Begegnungen und mögliche Kooperationsansätze organisch ergaben. Das Resultat, ein wertvoller Mehrwert für beide Branchen.

 

Fazit: Große Chancen für die regionale Transformation

Die Veranstaltung hat gezeigt, die Stärken der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin‑Brandenburg sind für andere Branchen hoch relevant und die Luftfahrt bietet attraktive Möglichkeiten zur Diversifizierung und Stabilisierung der eigenen Marktposition.

Gleichzeitig profitieren Luftfahrtakteure von dem Know-how, der Innovationskraft und den Produktionskompetenzen der regionalen Automotive-Unternehmen.
So wurden an diesem Tag nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch eine engere Verbindung zwischen zwei bedeutenden Industriezweigen der Hauptstadtregion geschaffen.

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ReTraNetz-BB richtet Beirat ein: Impulse aus der Region für die Transformation

Mit einem neu etablierten Beirat stärkt das ReTraNetz-BB die Vernetzung zentraler Akteurinnen und Akteure aus Berlin und Brandenburg. Das neue Gremium bringt vielfältige Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Verwaltung zusammen und begleitet den Transformationsprozess künftig beratend.

Am 3. Juni 2026 hat das ReTraNetz-BB offiziell einen Beirat gegründet und damit einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Gestaltung des Transformationsprozesses der regionalen Fahrzeug- und Zulieferindustrie erreicht. Der Beirat setzt sich aus 25 Vertreterinnen und Vertretern zentraler Institutionen und Organisationen aus Berlin und Brandenburg und Stellvertreter*innen des ReTraNetz-BB-Konsortiums zusammen. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Verwaltung und spiegeln damit die Vielfalt der Perspektiven und Kompetenzen in der Region wider.

Ziel des Beirats ist es, die Arbeit des ReTraNetz-BB mit fachlichem Input, strategischen Impulsen und einem breiten Erfahrungshintergrund zu begleiten. Die Funktion des Gremiums ist dabei ausdrücklich beratend angelegt. Die Entscheidungsverantwortung verbleibt weiterhin beim ReTraNetz-BB-Konsortium, das die Umsetzung der Maßnahmen steuert.

In der konstituierenden Sitzung am 3. Juni kamen die Mitglieder erstmals zusammen, um sich kennenzulernen und gemeinsame Erwartungen zu formulieren. Die Sitzung wurde von allen Beteiligten als sehr konstruktiv und erfolgreich wahrgenommen, was ein positives Signal für die zukünftige Zusammenarbeit im Beirat und die kommenden Sitzungen darstellt.

Den Vorsitz des Beirats übernimmt Thomas Meißner (Abteilungsleiter Mobilität | Energie | Innovation, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH) unterstützt durch den stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Julian Polte (Geschäftsführender Direktor im Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der Technischen Universität Berlin).

Das ReTraNetz-BB bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern des Beirats für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich aktiv in den Transformationsprozess einzubringen. Mit ihrem Interesse an zentralen Zukunftsthemen und ihrer Mitwirkung im Beirat leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen, digital integrierten und zukunftsfähigen Mobilitätswirtschaft.

Die Einrichtung des Beirats unterstreicht den Anspruch des ReTraNetz-BB, Transformation nicht nur aktiv zu gestalten, sondern dabei auch auf breite Beteiligung, Vernetzung und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven zu setzen.

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rbb Radio: Transformationsängste in der Zuliefererindustrie

Die Transformation der Autoindustrie sorgt bei vielen Beschäftigten in der Zulieferbranche für Verunsicherung. Die Gewerkschaft IG Metall, Konsortialpartner im ReTraNetz-BB, warnt vor zunehmendem Stress und Zukunftsängsten in den Belegschaften.

Die Transformation der Automobilindustrie hin zu Elektromobilität, Digitalisierung und neuen Wertschöpfungsketten sorgt in der Zulieferbranche für spürbare Verunsicherung. Ein aktueller Radiobeitrag des rbb beleuchtet die wachsenden Herausforderungen für Beschäftigte in diesem tiefgreifenden Wandel.

Nach Einschätzung der IG Metall nehmen Stress und Zukunftsängste in den Belegschaften deutlich zu. Viele Mitarbeitende blicken mit Sorge auf mögliche strukturelle Veränderungen, den Wegfall etablierter Geschäftsmodelle und die Frage nach ihrer langfristigen beruflichen Perspektive.

Gleichzeitig wird deutlich: Die Transformation ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine soziale Aufgabe. Entscheidend wird sein, wie Unternehmen, Politik und Sozialpartner diesen Wandel gemeinsam gestalten und Beschäftigte aktiv in neue Perspektiven begleiten.

Hier können Sie den vollständigen rbb-Beitrag anhören: Wirtschaft - Transformationsängste in der Zuliefererindustrie | rbb24 Inforadio

Gerade in dieser Situation bieten die von der IG Metall im ReTraNetz-BB entwickelten Formate wertvolle Unterstützung: Mit dem Zukunfts-Check können Betriebsräte und Beschäftigte in einem strukturierten Workshop die Zukunftsfähigkeit ihres Betriebs einschätzen und konkrete Maßnahmen ableiten. Ergänzend hilft der Qualifizierungs-Check, Qualifikationsbedarfe systematisch zu analysieren und eine strategische Weiterbildungsplanung für die Transformation zu entwickeln. Hier finden Sie diese Angebot.

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Unterstützung der regionalen Industrie durch Masterarbeiten

Im Rahmen von Masterarbeit-Kolloquien präsentierten Studierende der bbw Hochschule Marktpotentialanalysen für neue Geschäftsfelder eines Unternehmens.

Am 10.4.2026 fanden die Masterarbeit-Kolloquien von Hanyue Wang und Leobardo Valdez statt. Die Studierenden des Masterstudienganges International Technology Transfer Management stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vor, die in enger Abstimmung mit dem Unternehmen Alutrim aus Kyritz (vertreten durch Pascal Bildau) und unter der Betreuung von Prof. Uwe Kaschka entstanden sind.

In Marktpotentialanalysen ging es darum, für Alutrim mögliche neue Geschäftsfelder zu identifizieren und zu untersuchen.

Die Masterarbeiten sind auch Bestandteil der Aktivitäten des regionalen Transformationsnetzwerkes für die Automobil- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB). Die bbw Hochschule arbeitet hier gemeinsam mit den Konsortialpartnern an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen der Region.

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Innovativer Ansatz zur Steifigkeitssteigerung von Cobots

Die geringe Steifigkeit von Cobots begrenzt bislang ihr Einsatzpotential in der Industrie. Ein innovativer Ansatz zeigt jedoch, wie durch die Kopplung zweier Cobots die Steifigkeit deutlich gesteigert und neue Anwendungen ermöglicht werden können.

Die steigenden Anforderungen an Flexibilität, kürzere Produktlebenszyklen, eine zunehmende Variantenvielfalt sowie der technologische Wandel hin zu neuen Antriebstechnologien stellen Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie verstärkt vor große Herausforderungen. Kollaborative Roboter (Cobots) gelten dabei als eine Schlüsseltechnologie, um diesen Veränderungen erfolgreich zu begegnen. Durch ihre flexible Einsetzbarkeit, ihre Fähigkeit zur sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration, ihre vergleichsweise einfache Integration in bestehende Produktionsumgebungen sowie ihre kostengünstigere Betriebsführung eröffnen Cobots neue Möglichkeiten für die Realisierung von adaptiven und effizienten Fertigungsprozessen.

Trotz dieser zahlreichen Vorteile bleibt die sicherheits- und strukturbedingt geringe Steifigkeit von Cobots ein wesentlicher Nachteil und stellt eine entscheidende Limitierung der Einsatzmöglichkeiten von Cobots dar. Ein innovativer Ansatz zur Überwindung dieser Limitierung besteht in der situativen Kopplung von zwei Cobots. Hierbei wird ein Konzept verfolgt, bei dem zwei Cobots bedarfsabhängig sowohl mechanisch als auch steuerungstechnisch miteinander gekoppelt werden, um gemeinsam höhere Traglasten und eine gesteigerte Systemsteifigkeit zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Reallabors des ReTraNetz-BB experimentelle Untersuchungen zur Steifigkeit von Cobots durchgeführt, die als Grundlage für den Kopplungsansatz dienen. Die Untersuchungen umfassten die Analyse der kinematischen Grenzen von Cobots im gekoppelten Betriebszustand, die Modellierung ihrer Steifigkeit mittels Finite-Elemente-Methode sowie experimentellen Steifigkeitsmessungen an einem Cobot. Die Ergebnisse zeigen erhebliches Potential für die Steigerung der Steifigkeit durch die Kopplung zweier Cobots und wurden im Journal of Manufacturing and Materials Processing veröffentlicht.

Lesen Sie den kompletten Journalbeitrag hier: https://www.mdpi.com/2504-4494/10/2/54

Und wenn Sie Interesse haben das ReTraNetz-BB Reallabor zu besuchen, finden Sie hier weitere Informationen.

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Besuch von Staatssekretär Dr. Fischer im Reallabor des ReTraNetz-BB

Welche Technologien helfen Unternehmen konkret bei Fachkräftemangel, Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit? Dazu machte sich Staatssekretär Dr. Severin Fischer bei seinem Besuch im Reallabor des ReTraNetz‑BB selbst ein Bild. KMU aus Berlin‑Brandenburg sind eingeladen, die Lösungen ebenfalls vor Ort kennenzulernen.

Die Automobil- und Zulieferindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Steigende Anforderungen an Produktivität und Qualität, der zunehmende Fachkräftemangel sowie der wachsende Druck zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stellen Unternehmen vor komplexe Herausforderungen. Wie das Reallabor des ReTraNetz-BB am Produktionstechnischen Zentrum Berlin Unternehmen in der Region Berlin-Brandenburg bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützt, darüber informierte sich Dr. Severin Fischer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin bei seinem Besuch am 11. Februar 2026.

Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, Institutsleiter und Prof. Dr.-Ing. Julian Polte, Leiter des Geschäftsfelds Produktionssysteme am Fraunhofer IPK, sowie Dr.-Ing. Mitchel Polte, Oberingenieur im Fachgebiet Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik am IWF der Technischen Universität Berlin, gaben Einblicke in neueste FuE-Lösungen für die Elektromobilität und stellten Strategien vor, mit deren Hilfe regionale KMU ihre Leistungsfähigkeit gezielt ausbauen können und so einen Beitrag zur langfristigen Stärkung der industriellen Wertschöpfung in der Region Berlin-Brandenburg leisten. Im Fokus des Reallabors stehen dabei drei zentrale Themenfelder, mit denen die Unternehmen bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen unterstützt werden:

  • Kollaborative Robotik ermöglicht eine flexible und sichere Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern und unterstützt somit Mitarbeitende insbesondere bei repetitiven oder körperlich belastenden Aufgaben.
  • Digitale Produktionsassistenzsysteme tragen dazu bei, prozessrelevantes Wissen in der Produktion leichter zugänglich zu machen und helfen, Arbeitsabläufe transparenter und effizienter zu gestalten und Fehler zu reduzieren.
  • Energiemonitoringlösungen schaffen darüber hinaus Transparenz über Energieverbräuche in der Produktion und ermöglichen Unternehmen damit, energieintensive Prozesse gezielt zu identifizieren und Einsparpotentiale systematisch zu nutzen.

Wir laden auch Sie herzlich zu einem Besuch in unserem Reallabor ein.

Kontaktieren Sie uns und gestalten Sie die Zukunft der Produktion mit uns! Alle Informationen dazu finden Sie hier.

 

Copyright: © Fraunhofer IPK

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