Zum Hauptinhalt springen

Rückblick: Geführter Rundgang auf der all about automation in Berlin

Premiere, volle Gruppen, intensiver Austausch: Der geführte Besuch der all about automation in Berlin stieß auf großes Interesse und lieferte wertvolle Impulse zu Automatisierung und Robotik.

Die Premiere der all about automation (aaa) am 28. Januar 2026 in Berlin bot einen idealen Rahmen für Austausch, Inspiration und neue Perspektiven rund um Industrieautomation, Robotik und den 3D-Druck. Gemeinsam mit dem Bereich Industrielle Produktion von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, der den Gemeinschaftsstand sowie das umfangreiche Messeprogramm organisierte, wurden im Rahmen der Messe geführte Ausstellerbesuche angeboten.

Aufgrund der großen Nachfrage wurden aus den ursprünglich geplanten zwei Gruppen schließlich drei Führungen, die alle vollständig ausgebucht waren. Das ReTraNetz-BB war dabei aktiv eingebunden und leitete einen der thematischen Rundgänge.

Im Rahmen des Besuchs ausgewählter Aussteller erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke bei:

  • Klero GmbH
  • Wilhelm Dreusicke GmbH & Co. KG
  • druckerfachmann.de GmbH & Co. KG
  • Nilrox Tec Gmbh

Die Gespräche an den Ständen zeigten deutlich, welches Potenzial moderne Automatisierungslösungen für Produktionsunternehmen bieten – insbesondere im Hinblick auf Effizienz, Ressourcenschonung und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Ein herzlicher Dank gilt allen Ausstellern für die Offenheit, den fachlichen Input und die spannenden Einblicke sowie allen Teilnehmenden für das große Interesse und die aktive Beteiligung. Besonders positiv aufgenommen wurde das Get-together zum Abschluss am Berlin-Partner-Gemeinschaftsstand mit vielen weiteren Unternehmen, das Raum für vertiefende Gespräche und Vernetzung bot.

Der Besuch der all about automation hat einmal mehr verdeutlicht, wie wertvoll kompakte, thematisch fokussierte Formate für Wissenstransfer und Austausch im Netzwerk sind. ReTraNetz-BB nimmt viele Impulse mit und plant, ähnliche Formate auch im weiteren Jahresverlauf auf anderen Messen fortzusetzen.

Eine Übersicht unserer zukünftigen Veranstaltungen finden Sie: Hier!

Weiterlesen

Geführte Rundgänge mit dem ReTraNetz-BB

Mit geführten Messerundgängen bietet ReTraNetz-BB Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie gezielte Orientierung auf wichtigen Leitmessen. Den Auftakt macht die all about automation in Berlin – für diesen Rundgang ist eine Anmeldung bereits möglich.

Messen sind wichtige Orte für Innovation, Austausch und neue Impulse – gleichzeitig sind sie im Messealltag oft schwer zu überblicken. Genau hier setzen die geführten Messerundgänge des ReTraNetz-BB an: Sie bieten einen kompakten, thematisch fokussierten Zugang zu relevanten Technologien, Anbietern und Trends und schaffen Raum für Austausch im Netzwerk.

Auftakt: all about automation (aaa) in Berlin

Den Start macht die all about automation, die im Januar erstmals in Berlin stattfindet. Im Fokus der Messe stehen Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung – zentrale Themen für Unternehmen, die ihre Produktionsprozesse weiterentwickeln, effizienter gestalten und für die Zukunft aufstellen möchten.

Der Messerundgang wird gemeinsam mit dem Bereich Industrielle Produktion von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH organisiert. Geplant sind zwei geführte Rundgänge mit ausgewählten Stationen sowie Zeit für Austausch und Vernetzung.

Folgen Sie dem Link zur Anmeldung für den Rundgang am 28. Januar 2026: Hier!

Ausblick: Rundgänge auf ILA und InnoTrans

Auch für die ILA und die InnoTrans plant ReTraNetz-BB geführte Rundgänge. Diese Messen eröffnen Perspektiven über die klassische Automobilindustrie hinaus und bieten Anknüpfungspunkte für neue Anwendungsfelder, Märkte und Technologien.

Vor dem Hintergrund eines zunehmend turbulenten Marktumfelds gewinnt das Thema Diversifizierung weiter an Bedeutung. Die geplanten Rundgänge werden daher durch ein kleines inhaltliches Rahmenprogramm mit ein bis zwei Impulsen ergänzt, das technologische Entwicklungen einordnet und den branchenübergreifenden Austausch unterstützt.

Bei Interesse an einer der Veranstaltungen können Sie sich unter folgendem Link voranmelden und erhalten zu gegebener Zeit alle weiteren Informationen.

Mit den Messerundgängen möchte ReTraNetz-BB Unternehmen dabei unterstützen, Orientierung zu gewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln und sich gezielt zu vernetzen – praxisnah, kompakt und mit Blick auf eine zukunftsfähige Weiterentwicklung.

Weiterlesen

Forschung wird Praxis – Zukunft im Reallabor erleben

Im Projekt ReTraNetz-BB erhalten Studierende am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der Technischen Universität Berlin die Möglichkeit, praxisorientierte Lehr- und Forschungsinhalte unmittelbar zu erleben. Seit Projektbeginn wurden bereits 20 Abschlussarbeiten erfolgreich betreut, vielfach in enger Kooperation mit Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg. Diese Zusammenarbeit ermöglicht die Entwicklung anwendungsnaher Lösungen, die Forschungsergebnisse direkt in industrielle Fragestellungen überführen.

Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf der Transformation der Mobilitäts- und Produktionsindustrie, insbesondere auf Fragen der Nachhaltigkeitspotenziale in Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferbranche. Beispielhafte Ergebnisse einer Abschlussarbeit zeigen dies deutlich:

Moderne Robotererkennungssysteme basieren überwiegend auf kamerabasierten oder bildgestützten Sensorsystemen. In industriellen Umgebungen mit kritischen Bedingungen – etwa schlechten Lichtverhältnissen, reflektierenden Oberflächen oder hoher Staubbelastung – stoßen diese Technologien jedoch an ihre Grenzen.

Eine Arbeit untersuchte daher, wie ein kollaborativer Roboter seine integrierten Kraft-, Drehmoment- und Gelenkpositionssensoren so nutzen kann, dass Objekte ohne visuelle Sensorik identifiziert werden können. Der Roboter führt dabei eine Blindsondierung durch physischen Kontakt durch; eine angeschlossene Verarbeitungseinheit erfasst und analysiert die Sensordaten und nutzt Methoden des maschinellen Lernens zur Objektklassifikation.

Eine weitere Arbeit befasste sich intensiv mit Produktionsprozessen in der regionalen Industrie und untersuchte deren Nachhaltigkeitspotentiale, indem basierend auf zuvor definierten Nachhaltigkeitsgraden die Produktionsprozesse detailliert analysiert und bewertet wurden. Zudem wurden initiale Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsgrads anhand von konkreten Beispielen erarbeitet.

Parallel dazu wird das Reallabor systematisch in die universitäre Lehre eingebunden. Studierende erhalten hier die Möglichkeit, theoretische Inhalte in realen praktisch-technischen Umgebungen umzusetzen und aktiv an der Weiterentwicklung moderner Produktionstechnologien mitzuwirken.

Ein Beispiel stellt die Entwicklung einer Vorrichtung zur Optimierung des Hairpin-Steckprozesses dar. Studierende gewinnen dabei Einblicke in reale industrielle Tätigkeiten und wenden ingenieurwissenschaftliche Methoden zur Lösung konkreter Problemstellungen an. Darüber hinaus erlernen sie den Einsatz der additiven Fertigung, indem sie Vorrichtungen und Bauteile eigenständig konstruieren und mittels 3D-Druck herstellen.

Ein weiteres Beispiel ist die systematische experimentelle Untersuchung der Steifigkeit eines Cobots. Hierbei erwerben Studierende praxisnahe Kompetenzen in der Planung, Durchführung und Auswertung robotischer Messversuche. Sie lernen unter anderem den Umgang mit Messtechnik, die strukturmechanische Analyse von Robotern sowie die Interpretation experimenteller Daten kennen. Durch ihre Mitarbeit leisten sie gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der technologischen Grundlagen für steifigkeitsoptimierte Robotersysteme.

Im Rahmen des ReTraNetz-BB wird das Reallabor gezielt um eine industrienahe Erprobungsumgebung, insbesondere für regionale kleine und mittelständische Unternehmen, erweitert. Die vorhandene Infrastruktur wird hierzu durch flexible Test- und Anwendungsbereiche ergänzt. Ziel ist es, den Zugang zu zentralen Zukunftstechnologien deutlich zu erleichtern und Unternehmen nicht nur exemplarische Prozesse zu demonstrieren, sondern konkrete, unmittelbar nutzbare Anwendungsszenarien bereitzustellen. Ab 2026 wird das Angebot zusätzlich durch kostenlose Workshops zu kollaborativen Robotern (Cobots) sowie additiven Fertigungstechnologien erweitert, um praxisnahe Transferformate für Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie bereitzustellen.

Werfen Sie einen Blick auf unseren Veranstaltungskalender, um aktuelle Formate zu entdecken: Hier

Weiterlesen

Qualifizierung im Strukturwandel: Problem-Based Learning für Masterstudierende

Was können Hochschulen tun, um ihre Studierenden auf eine industrielle Praxis vorzubereiten, die geprägt ist von komplexen Herausforderungen wie Digitalisierung oder Kreislaufwirtschaft?

Ein Artikel von Prof. Dr.-Ing. Uwe Kaschka und Prof. Dr. Johannes Kirch von der bbw-Hochschule zeigt, wie Problem-Based Learning (PBL) in internationalen Masterstudiengängen zu diesem Zweck erfolgreich eingesetzt werden kann.

Beim PBL lernen Studierende, in Gruppenarbeiten Aufgabenstellungen aus der Praxis erfolgreich zu bearbeiten. Sie müssen sich ihre Informationen zur Lösung selbst erarbeiten, die Lehrpersonen agieren hier eher als Coaches und Vermittler von Methodenwissen. Ein großer Vorteil dieser didaktischen Lehrform ist, dass auch Soft Skills wie Kreativität, Kommunikationskompetenz oder Problemlösungsfähigkeit gut vermittelt werden können.

Die industriellen Projektpartner sowie die damit verbundenen Aufgabenstellungen kommen aus dem Unternehmenspool des Regionalen Transformationsnetzwerkes der Fahrzeugindustrie Berlin Brandenburg (ReTraNetz-BB). Die Ergebnisse der Studierendenprojekte unterstützen die Unternehmen direkt. Darüber hinaus können sich besonders leistungsstarke Studierende für Praktika oder sogar einen Job-Einstieg bei den Unternehmen empfehlen.

Der vollständige Artikel finden Sie hier: ReTraNetz-BB - Artikel: Problem-Based Learning

Weiterlesen

Venture Clienting – Wie Unternehmen durch Start-ups besser werden

Venture Clienting eröffnet Unternehmen neue Wege, Innovationen gezielt zu nutzen und Zugang zu einem weltweiten Pool technologischer Lösungen zu erhalten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen kann dieser Ansatz eine wertvolle Chance sein, um neue Technologien frühzeitig in die Praxis zu bringen.

Im Zuge der Teilnahme am VDA Future Tech Day, einer Veranstaltung des Verbands der Automobilindustrie, wurde das ReTraNetz-BB auf das Thema Venture Clienting aufmerksam. Während des Events stellte der Venture-Clienting-Spezialist Gregor Gimmy das Konzept vor und zeigte auf, dass dieser Ansatz nicht nur für große Konzerne, sondern ebenso für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant sein kann.

Venture Clienting ermöglicht es etablierten Unternehmen, Innovationen junger Start-ups zu nutzen, ohne selbst als Investor aufzutreten. Statt Beteiligungen einzugehen, werden Unternehmen zu Kunden dieser Start-ups und setzen deren Produkte oder Dienstleistungen ein, um eigene Herausforderungen zu lösen oder Prozesse zu optimieren.

Gerade für regionale Unternehmen bietet dieses Modell große Chancen: Sie erhalten nicht nur Zugang zu neuen Technologien, sondern können dabei aus einem weltweiten Pool an Start-ups auswählen und so gezielt die besten Lösungen für ihre Bedürfnisse identifizieren. Das treibt die Transformation voran und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

Wie Venture Clienting funktioniert:

  1. Bedarfsanalyse: Das Unternehmen definiert konkrete Problemstellungen oder technologische Anforderungen.
  2. Start-up-Scouting: Passende Start-ups werden gezielt gesucht – über Netzwerke, Plattformen oder Innovationsprogramme.
  3. Pilotphase: Die vorgeschlagene Lösung wird im Rahmen eines Proof of Concept getestet.
  4. Integration: Bei Erfolg folgt die Umsetzung im Regelbetrieb oder eine vertiefte Kooperation.

Vorteile auf einen Blick:

  • Schneller Zugang zu marktreifen Innovationen
  • Geringeres Risiko im Vergleich zu klassischen Beteiligungen
  • Flexible, praxisnahe Lösungen für konkrete Unternehmensbedarfe
  • Beiderseitiger Nutzen durch Austausch von Wissen, Erfahrung und Feedback

 

Start-ups finden: Plattformen und Veranstaltungen

Für Unternehmen, die Venture Clienting ausprobieren möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, geeignete Start-ups zu entdecken. Online-Plattformen wie StartupBlink, The Hub, Y Cominator oder der Startup Finder des de:hub bieten umfangreiche Datenbanken, mit denen sich Start-ups nach Branche, Entwicklungsstand oder Technologie gezielt filtern lassen.

Ergänzend bieten Berlin Partner und die Startup-Unit regelmäßig Veranstaltungen, Matching-Formate und themenspezifische Innovations-Events an.  Die Unit unterstützen Start-ups und etablierte Unternehmen dabei, unkompliziert miteinander in Kontakt zu kommen und passende Kooperationspartner zu finden.

Jetzt informieren, Möglichkeiten prüfen und den Schritt in neue Kooperationen wagen!

Bei Fragen melden Sie sich auch gerne bei uns.

Weiterlesen

ReTraNetz-BB wird 2026 fortgesetzt

Das Regionale Transformationsnetzwerk Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB) wird offiziell bis Dezember 2026 verlängert. Mit neuen Formaten, spannenden Angeboten und noch stärkerem Austausch möchten wir die Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in der Region weiter vorantreiben.

Das Regionale Transformationsnetzwerk Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB) geht offiziell in die nächste Runde: Das Projekt wird bis Dezember 2026 verlängert. Nach der ursprünglichen Laufzeit bis Sommer 2025 und einer ersten kostenneutralen Verlängerung bis Ende 2025, können wir die erfolgreiche Arbeit nun fortsetzen – mit frischen Ideen, neuen Impulsen und einem klaren Ziel: die Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie in Berlin-Brandenburg weiter zu stärken.

In einer Zeit, in der die Industrie vor großen Herausforderungen steht, sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Netzwerke wie das ReTraNetz-BB wichtiger denn je. Sie schaffen Austausch, Orientierung und praxisnahe Unterstützung für Unternehmen, die sich im Wandel der Mobilitätsbranche neu aufstellen.

Für 2026 sind bereits neue Formate und Angebote in Planung – von Fachveranstaltungen und Netzwerkaktionen bis hin zu Messeauftritten und Workshops. Den aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie hier.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Unternehmen der Region mit praxisnaher Unterstützung und Formaten, die Mehrwert schaffen. Unser Ziel ist es, noch mehr Akteure aus der Fahrzeug- und Zulieferindustrie einzubinden, neue Partnerschaften zu schaffen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Seien auch Sie 2026 mit dabei!

Weiterlesen

Gemeinsam sichtbar: Wie Gemeinschaftsstände neue Chancen für Unternehmen schaffen

Gemeinschaftsstände auf Fach- und Branchenmessen bieten Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie eine ideale Plattform, um sich national und international zu präsentieren. Sie erleichtern die Organisation, senken Kosten und öffnen Türen zu neuen Kontakten und Märkten.

Die Fahrzeug- und Zulieferindustrie steht mitten im Wandel. Viele Unternehmen suchen nach neuen Wegen, sich breiter aufzustellen, unabhängiger von einzelnen Auftraggebern zu werden und Zugang zu neuen Märkten zu finden.

Eine wirkungsvolle Möglichkeit dazu sind Gemeinschaftsstände auf Fach- und Branchenmessen.
Unternehmen aus Berlin und Brandenburg können sich dort gemeinsam mit anderen Akteuren präsentieren – unter dem Dach der Hauptstadtregion.

Eine aktuelle Übersicht aller gemeinsamen Messeauftritte finden Sie auf dem Außenwirtschaftsportal Berlin-Brandenburg.

Diese Form des Auftritts bietet zahlreiche Vorteile:

  • Einfache Organisation: Die Stände werden zentral organisiert – etwa durch Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, ähnlich wie auch andere Organisationen.
  • Geteilte Kosten: Flächen, Infrastruktur und Services werden gemeinschaftlich genutzt.
  • Hohe Sichtbarkeit: Der gemeinsame Auftritt stärkt die Wahrnehmung der Region als Innovationsstandort.
  • Vernetzung & Marktzugang: Direkter Kontakt zu Kund*innen, Partnern und Entscheidungsträger*innen.

Tipp: Für die Teilnahme gibt es Fördermöglichkeiten, z. B. über die Investitionsbank Berlin (IBB) – wichtig ist, dass der Antrag vor der Anmeldung gestellt wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
 

Sie wollen dabei sein? Die nächste Gelegenheit bietet die Intertraffic Amsterdam 2026

Vom 10. bis 13. März 2026 findet in Amsterdam die Intertraffic, die weltweit führende Messe für smarte, sichere und nachhaltige Mobilität, statt.
Unternehmen können sich noch bis zum 28. November 2025 für den Gemeinschaftsstand von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie hier anmelden.

Die Intertraffic bietet Zugang zu internationalen Kontakten, neuen Trends und über 30.000 Fachbesucher*innen aus mehr als 140 Ländern – ein ideales Umfeld, um Innovationen zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen.

 

Jetzt informieren, fördern lassen und dabei sein!

Bei Fragen melden Sie sich auch gerne bei uns.

 

Weiterlesen

ReTraNetz-BB stellt neue Transformationsstrategie vor

Nach über einem Jahr intensiver Arbeit legt ReTraNetz-BB seine aktualisierte Transformationsstrategie vor. Sie bündelt neue Erkenntnisse aus Projekten, Workshops und Praxisbeispielen und zeigt, wo die größten Chancen für Unternehmen der Hauptstadtregion liegen – von Digitalisierung über Elektrifizierung bis Kreislaufwirtschaft.

Als das ReTraNetz-BB Anfang 2024 seine erste Transformationsstrategie veröffentlichte, war die Automobilwelt noch eine andere. Heute, nur ein Jahr später, ist der Wandel in vollem Gange – schneller, tiefgreifender und komplexer, als viele erwartet hatten.

In der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg arbeiten rund 52.000 Menschen in der Fahrzeug- und Zulieferindustrie. Das entspricht etwa 10% aller Industriearbeitsplätze der Region. Doch die Branche steht unter Druck: neue Antriebstechnologien, Digitalisierung, veränderte Lieferketten und Fachkräftemangel stellen Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen vor Herausforderungen. Besonders kleine und mittlere Betriebe brauchen Orientierung, Förderzugang und praxisnahe Lösungen.

Genau hier setzt die aktualisierte Transformationsstrategie des ReTraNetz-BB an. Sie bündelt Erfahrungen aus über einem Jahr intensiver Arbeit – aus Studien, Workshops, Interviews und Pilotprojekten – und identifiziert vier zentrale Chancenfelder für die Zukunft:

  • Softwarebasierte Geschäftsmodelle und Fahrzeugtechnologien
  • Automatisierung und Vernetzung in der Produktion
  • Diversifizierung und Elektrifizierung von Fahrzeugarten
  • Kreislaufwirtschaftliche Wertschöpfungssysteme

Die Strategie zeigt praxisnah, wie Unternehmen den Wandel gestalten können – mit realistischen Maßnahmen, Best-Practice-Beispielen und einer klaren Priorisierung nach regionaler Relevanz und wirtschaftlichem Potenzial.

ReTraNetz-BB versteht sich dabei als Enabler, Fördermittellotse und Kommunikationsplattform. Das Ziel: Die Hauptstadtregion zu einer digitalen, klimaneutralen und resilienten Mobilitätswirtschaft entwickeln – gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft und Politik.

Lesen Sie jetzt die neue Transformationsstrategie und gestalten Sie mit uns das Fahrzeugland Berlin-Brandenburg 2.0!

Weiterlesen

Digitale Werkzeuge allein reichen nicht – Kulturhürden bremsen den Wandel.

Eine neue Studie zeigt: Nicht Technik, sondern Ängste, Unsicherheit und fehlende Kommunikation sind die größten Hindernisse für digitale Transformation in Unternehmen. Jetzt braucht es gezielte Qualifizierungsformate, die Führungskräfte stärken und Veränderung ermöglichen.

Durch eine umfassende Einführung digitaler Werkzeuge in den Unternehmen können Prozesse optimiert werden, aber auch neue datenbasierte Geschäftsmodelle entstehen.

In der Praxis scheitert die Umsetzung jedoch häufig weniger an technischen Herausforderungen als vielmehr an organisatorischen Hemmnissen und einer innovationsfeindlichen Unternehmenskultur.

Diese sogenannten „Kulturhürden“ waren Gegenstand einer Studie, die im Rahmen des ReTraNetz-Projekts im Auftrag der bbw Hochschule durchgeführt worden ist. Es ging darin um eine genaue Beschreibung der Kulturhürden und darum, wie man sie erfolgreich überwinden kann. Schließlich wurde ermittelt, welche Qualifizierungsprodukte zur Unterstützung der Unternehmen entwickelt werden müssen.

Aus den bei 15 erfahrenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie durchgeführten Interviews ging hervor, dass die Ursachen für Kulturhürden vor allem in der Angst und Unsicherheit in Verbindung mit Arbeitsplatz- und Statusverlust liegen. Hinzu kommt eine mangelhafte Kommunikation im gesamten Veränderungsprozess. Daraus ergeben sich Forderungen nach einem frühzeitigen Einbinden aller Betroffenen mit möglichst transparenter Kommunikation. Hierbei müssen vor allem die positiven Aspekte von Veränderungen hervorgehoben werden. Es zeigte sich auch, dass die Art der Ansprache an die verschiedenen Gruppen in den Unternehmen angepasst werden muss, z.B. je nach Dienstalter oder Funktion.

Der generelle Bedarf nach neuen Formaten für die Qualifizierung und Weiterbildung in Veränderungsprozessen wurde bestätigt. Im ReTraNetz-Projekt sind wir derzeit dabei, solche Produkte zu entwickeln. Es ist schon jetzt sichtbar, dass vor allem die praxisnahe Vermittlung von Kompetenzen zur Konfliktlösung und Kommunikation für Führungskräfte im Vordergrund stehen werden.

Lesen Sie jetzt die gesamte Studie: Überwindung von Kulturhürden

Weiterlesen

Rückblick: 5. Netzwerkforum ReTraNetz-BB – Von der Theorie zur Praxis

Unter dem Motto „Von der Theorie zur Praxis“ fand am 16. Oktober 2025 das 5. Netzwerkforum des ReTraNetz-BB in der Werkstatt des EUREF-Campus Berlin statt.
Rund 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Netzwerken kamen zusammen, um über die Transformation in der Hauptstadtregion zu sprechen – praxisnah, greifbar und zukunftsorientiert.

Transformation sichtbar machen

Nach dem Grußwort von Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, stand der Tag ganz im Zeichen konkreter Umsetzungsbeispiele.
Die Projektpartner des ReTraNetz-BB präsentierten gemeinsam mit Unternehmen aus der Region Transformationsgeschichten, die zeigen, wie Wandel tatsächlich gelingt.

Die Adolf Neuendorf GmbH gab Einblicke in das ReTraNetz-BB-Reallabor, in dem neue Technologien wie Cobots und innovative Fertigungslösungen erprobt werden.
ZF Getriebe Brandenburg und IAV GmbH sprachen in einem Interview-Format über den Wandel aus Mitarbeiter*innensicht – über Beteiligung und die aktive Mitgestaltung der Transformation.
Die Alutrim Europe GmbH stellte ihren Diversifizierungsprozess vor und zeigte, wie durch neue Geschäftsmodelle Zukunftsperspektiven entstehen können.
Und das Autohaus Golbeck präsentierte seinen mutigen Weg vom klassischen Autohaus zum Mobilitätshaus – mit nachhaltigen Angeboten und neuen Denkweisen.

Diese Geschichten machten deutlich: Transformation ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität – getragen von Menschen, die bereit sind, Neues auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen.

Impulse aus Ostdeutschland und der Raumfahrt

Zwei Impulsvorträge rahmten die Praxisbeispiele ein:

  • Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD), beleuchtete die Transformation in Ostdeutschland mit aktuellen Schlagzeilen und konkreten Lösungsansätzen.
  • Frau Selvanathan, Geschäftsführerin der Neurospace GmbH, nahm das Publikum mit in die Raumfahrtindustrie und zeigte, wie raumfahrtgedachte Produkte auch in der terrestrischen Anwendung Innovation ermöglichen.

Zwischenstand Transformation – Stimmen aus der Praxis

Ein besonderer Programmpunkt war die Paneldiskussion „Zwischenstand Transformation“, an der Staatssekretär Dr. Severin Fischer, Dr. Katzek sowie die beteiligten Unternehmen aus den Praxisbeispielen teilnahmen.
Im Mittelpunkt standen praktische Erfahrungen und ehrliche Einblicke in die Transformationsarbeit.

Das Publikum war aktiv eingebunden und konnte Fragen stellen. Diskutiert wurden Themen wie Mut zu Fehlern, schnellere Umsetzung von Vorhaben und die gemeinsame Verantwortung von Politik und Wirtschaft, um Planbarkeit und Vertrauen zu schaffen.
Einigkeit herrschte darüber, dass Transformation nur gelingt, wenn man sie wagt – mit Offenheit, Tempo und gegenseitiger Unterstützung.

Neues Format: Impulsfläche Transformation

Erstmals wurde die „Impulsfläche Transformation“ vorgestellt, eine interaktive Ausstellungsfläche, auf der sich acht Projekte des ReTraNetz-BB präsentierten.
Die Themen reichten von Digitalisierung und KI, über Softwaretechnologie und Fachkräftequalifizierung bis hin zu Kreislaufwirtschaft, Batterietechnologie und Umformung.
Die Besucherinnen und Besucher konnten innovative Ansätze direkt erleben und sich über Kooperationsmöglichkeiten informieren.

Austausch und Vernetzung

Beim anschließenden Networking-Abend nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum intensiven Austausch.
In entspannter Atmosphäre wurden neue Kontakte geknüpft, Ideen diskutiert und Kooperationen angestoßen – ein gelungener Abschluss eines Tages, der zeigte, wie viel Dynamik, Kreativität und Gestaltungswille in der Region steckt.

Fazit

Das 5. Netzwerkforum des ReTraNetz-BB machte deutlich:
Transformation gelingt dort, wo Theorie und Praxis aufeinandertreffen und wo Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Berlin und Brandenburg beweisen, dass die industrielle Zukunft regional, vernetzt und menschlich gedacht werden kann.

 

Sie möchten das Netzwerk kennenlernen und selbst an einer Veranstaltung teilnehmen? Alle Termine und weitere Formate finden Sie in der Rubrik: Veranstaltungen.

Weiterlesen