Mitarbeitermobilität im Berliner Umland
Ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität von Unternehmen aus Sicht von Bewerbern und Mitarbeitern ist deren verkehrstechnische Erreichbarkeit. Im Berliner Umland und im ländlichen Brandenburg haben viele Firmen Nachteile durch komplizierte und zeitaufwändige Anfahrten sowie eine eingeschränkte Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
Im Rahmen eines Semesterprojektes haben sich Studierende des internationalen Masterstudiengangs „International Technology Transfer Management“ der bbw Hochschule in Kooperation mit der Interlink GmbH, einem Berliner Spezialisten für integrierte Mobilitäts- und Verkehrsplanung, damit beschäftigt, innovative Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Dazu wurden in Gruppenarbeiten die Standorte Ludwigsfelde, Zehdenick und Kyritz näher untersucht. Zum Projekt gehörten Begehungen vor Ort, um sich über die Anfahrt und die realen Bedingungen der Unternehmen am Standort ein Bild zu verschaffen. Im Weiteren wurden verschiedene Verkehrskonzepte entwickelt, diskutiert und gegenübergestellt. Es ging dabei insbesondere auch um innovative Ideen, wie der noch sehr verbreitete Pkw-Individualverkehr durch intelligente Sharing-Lösungen oder den kombinierten Einsatz von elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeugen (z.B. E-Scooter) mit öffentlichem Verkehr ersetzt bzw. erweitert werden könnte. In einer abschließenden Poster-Präsentation der Ergebnisse fand das Projekt im Januar 2026 seinen Abschluss (siehe Bild 1).
Die Ergebnisse des Semesterprojektes sind eine gute Grundlage für fortführende Aktivitäten im Rahmen des regionalen Transformationsnetzwerkes für die Auitomobil- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg, ReTraNetz-BB.
Das didaktische Format steht exemplarisch für problemorientiertes Lernen (PBL) an der bbw-Hochschule. Die Studierenden arbeiten an realen Aufgabenstellungen aus der Industrie, organisieren ihre Arbeit im Team eigenständig und stehen im direkten Austausch mit den Hochschul-Lektoren und Projektpartnern aus der Praxis.
